Artikel vom 04.11.2011, von Bernd M.
Garten anlegen
Die Pflege des eigenen Gartens erfordert Zeit und Geduld - und oftmals auch Liebe - um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Doch oft kommt es auch zum "Haareraufen", denn der Garten will nicht immer so wie wir es wollen. Daher erfordert das Anlegen eines Gartens eine gute Vorbereitung. Zunächst sollte geplant werden, wie der Garten aufgeteilt werden soll. Wo sollen Beete hin und wo ist ein Rasen sinnvoll und stylisch.
Rasenpflege - ein bekanntes Problem
Jeder kennt das Problem mit dem Rasen.
Mal wächst er schön dicht und grün und dann wieder lässt er verdorrte und kahle Stellen zurück. Doch wie bekomme ich meinen Wunschrasen?
Zunächst sollte man sich im Klaren darüber sein, wozu man den Rasen braucht. Ist er nur zur Zierde, soll er stark wachsen oder werden Kinder darauf spielen? Muss er strapazierfähig sein oder einfach nur gut aussehen? Je nach Kriterien wählt man eine andere Mischung von Grasarten. Auch richtet sich danach, wie man seinen Rasen pflegen muss.
Für einen robusten, strapazierfähigen Rasen wird häufig der sogenannte Gartenrasen verwendet. Es handelt sich hierbei um eine Mischung von Gräsern, die eine sehr hohe Wachstumsdichte aufweisen, welche Unkraut fernhält. Ebenso ist er gegen viele Krankheiten resistent. Wem das Säen per Hand zu viel Arbeit ist, kann sich diesen Rasen auch von der Rolle kaufen. Der sogenannte Rollrasen.
Abzuraten ist vom amerikanischen "Gen-Golfrasen", welcher hierzulande unschöne Mischungen mit unserem heimischen Grasarten eingeht und sich unkontrolliert ausbreitet, so wie vom Billigrasen welcher meist nicht hält, was er verspricht.
Zum Säen des Rasens muss der Untergrund vorbereitet werden, um ein schönes Ergebnis zu erhalten. Der Boden sollte etwa 1-2 Hand tief gelockert und anschließend geglättet werden. Darauf wird dann im Frühling oder Spätsommer, nach der größten Hitze, die Saat ausgesät und leicht angegossen. Danach sollte man den Rasen möglichst nicht betreten, um dem Gras das Wachsen zu ermöglichen.
Beim Mähen sollte man darauf achten, dass man die Schnittkante nicht zu tief ansetzt, da ansonsten die Regenerationsfähigkeit nachlässt und genau das auftritt was man nicht haben will, nämlich Kahlstellen im Gras.
Farben (beinahe) das ganze Jahr über!
Wenn es dann zu der Auswahl der Pflanzen für die Beete kommt, ist wieder vieles dem Geschmack überlassen. Will man es eher grün oder lieber farbig durchs ganze Jahr? Auch der Art und dem Style der Beete sind keine Grenzen gesetzt. Für die Gestaltung von Beeten, die das ganze Jahr über blühen, würde sich zum Beispiel ein Wildbeet mit den Samen von Pflanzen anbieten, welche zu den entsprechenden Zeiten blühen. Andernfalls könnte man auch den Garten an sich in unterschiedliche Jahreszeiten aufteilen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt sogar recht viele Pflanzen, die im Winter blühen unter anderem die Christrose (Helleborus niger) welche je nach Schneehöhe von November an bis zum Mai blühen kann, obwohl ihre Hauptblütezeit zwischen Februar und April liegt. Auch die Primrose (Primula vulgaris) und das Hornveilchen (Viola cornuta) fangen schon früh im Jahr mit ihrer Blüte an. Nach dem Winter beginnt das Frühjahr, hier gibt es eine große Auswahl an Pflanzen, in welcher man seine Favoriten für den Garten auswählen kann, in allen nur erdenklichen Farben. Auch im Sommer und Herbst ist die Auswahl vergleichsweise groß, denn die schwierige Phase eines Gartens ist die Überwinterung und die Planung fürs nächste Jahr. Allgemein gilt immer den bevorzugten Standort der Pflanzen beachten. Mag sie eher Sonne oder benötigt sie Schatten oder Halbschatten? Jede Pflanze benötigt ihre individuelle Behandlung. Doch wenn man seine Pflanzen in und auswendig kennt und ihnen die Pflege entgegen bringt, die sie benötigen, kann kaum noch etwas schief gehen und der eigene Garten entwickelt sich zum persönlichen Paradies.
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